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12.03.2008

Wechseln ist in

Immer mehr Verbraucher wechseln ihren Stromversorger. Nach jüngst vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft veröffentlichten Angaben hat sich im Vergleich mit 2006 im Jahre 2007 der Anteil der Stromkunden, die bereits ihren Lieferanten gewechselt oder zumindest einen neuen Stromliefervertrag gewählt haben, von etwa 45 Prozent auf gut 50 Prozent erhöht.

Im Jahr 2007 hätten etwa doppelt so viele Haushalte wie noch im Jahr 2006 ihren Stromlieferanten gewechselt, kommentiert das Bundeswirtschaftministerium die Entwicklung. Es zeige sich, dass der Wettbewerb greift. Bei den Verbrauchern wachse das Bewusstsein, dass sie es auch selbst in der Hand haben, ihren Stromlieferanten Grenzen zu zeigen. „Eine moderne Energieversorgung braucht aktive Verbraucher, die von den neuen Möglichkeiten des Marktes Gebrauch machen", so Bundeswirtschaftsminister Michael Glos

Seit 2005 sind die Wettbewerbsbedingungen im Energiebereich schrittweise weiterentwickelt worden. Durch den Erlass von Rechtsverordnungen zur Ausgestaltung von Netzanschluss, Anschlussnutzung und Grundversorgung bei Privatverbrauchern im November 2006 wurden insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Lieferantenwechsel weiter verbessert. Weitere wichtige Beiträge beruhen auf den Fortschritten bei der Standardisierung von Geschäftsprozessen beim Netzzugang und bei der Senkung von Netzentgelten, die von der Bundesnetzagentur erreicht werden konnten. Zudem steht den Kartellbehörden seit Dezember 2007 ein neues kartellrechtliches Instrument zur Kontrolle von Strom- und Gaspreisen zur Verfügung, mit dem sie unangemessene Energiepreise wirksam angehen können.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI), Berlin

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