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12.03.2008

Einsparpotenzial eine Milliarde Kilowattstunden jährlich

ZVEI fordert: Externe Stromversorgungen effizienter machen

Eine Milliarde kWh Strom könnten in Deutschland nach Schätzungen des Industrieverband ZVEI pro Jahr allein durch effiziente Stromversorgungen von Kommunikations-Geräten eingespart werden. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 250.000 Drei-Personen-Haushalten. Hocheffiziente Netzteile mit niedrigen Verlusten können hierbei helfen. Verbraucher sollten deshalb auf niedrigen Energieverbrauch sowohl im Normalbetrieb als auch im Stand-By-Modus achten. Ein wichtiger Punkt, auf den Elektrofachleute ihre Kunden bei der Energieberatung aufmerksam machen können.

Schnurlose Telefone, Faxgeräte, Anrufbeantworter, Handys und Modems und insbesondere PCs, Computermonitore, Scanner und Drucker gehen entsprechend ihrer technischen Eigenschaften mit einer Vielfalt von Stromversorgungen einher. Während ein Teil der Geräte nur zur Nutzung eingeschaltet bleiben muss – etwa der PC mit Scanner und Drucker – werden andere ständig betrieben, beispielsweise Telefon- und Faxgeräte. Die nur zeitweise betriebenen Netzteile, die nicht abgeschaltet werden können, müssen auf minimale Standby-Verluste ausgelegt werden. Dauerhaft in Betrieb befindliche Netzteile sollten dagegen einen hohen Wirkungsgrad bei Nennleistung besitzen. Dies sind hohe Anforderungen, die ein immer wieder gefordertes Universalnetzteil jedoch nicht erfüllen kann. Die führenden Hersteller von Stromversorgungen bieten seit langer Zeit energiesparende Netzteile für die verschiedenen Anwendungsfelder an.

Da viele externe Stromversorgungen lediglich eine Nebenkomponente im „Beipack“ der Hauptgeräte darstellen, setzen immer noch einzelne Anbieter sowohl im Industrie- als auch Konsumgüterbereich billige Netzteile ein, die durchaus dreißig bis vierzig Prozent geringere Wirkungsgrade aufweisen als effiziente Stromversorgungen.

Verbraucher sollten aus diesem Grund schon beim Kauf von Geräten auf Energie-Effizienz Wert legen, denn die Stromkosten sind neben dem Kaufpreis für einen großen Teil der Lebenszykluskosten verantwortlich. Ein schlechter Wirkungsgrad wirkt sich aber nicht nur auf die Stromrechnung aus. Auch die Umwelt wird unnötig belastet, da bei der Stromerzeugung Kohlendioxid entsteht, das als Hauptverursacher des Klimawandels gilt. Eine Milliarde kWh entspricht einer eingesparten CO2-Menge von mehr als 400.000 Tonnen.

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