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28.02.2008

Informationskampagne stärkt die energetische Gebäudesanierung

Mit einer neuen Kampagne wirbt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Die Bundesregierung fördert diese Maßnahmen mit Zuschüssen und über zinsverbilligte Kredite. Ziel ist es, Energie zu sparen und die Umwelt zu entlasten. ZDH-Präsident Otto Kentzler begrüßt die Informationsoffensive: „Die umfangreichen Fördermöglichkeiten für Eigentümer und Mieter müssen unbedingt bekannter werden. Das Handwerk wünscht sich darüber hinaus eine Ausweitung der Fördermöglichkeiten auf Gewerbegebäude.“

Das Handwerk mahnt seit langem eine Informationskampagne an. Viele Wohnungs- und Eigenheimbesitzer oder Eigentümergemeinschaften kennen offenbar weder die sehr günstigen Kreditkonditionen der KfW, noch die Zuschussregelung oder den Steuerbonus auf Handwerksleistungen. „Die Nachfrage muss dringend stimuliert werden. Hier können alle Seiten nur gewinnen - gemeinsam tun wir etwas für den Klimaschutz, die Eigentürmer und Mieter sparen Geld dank niedrigerem Energieverbrauch und das Handwerk erhält dringend benötigte Aufträge!“, so ZDH-Präsident Otto Kentzler.

Trotz der attraktiven Förderkonditionen hat die Nachfrage nach Energie einsparenden Maßnahmen 2007 deutlich nachgelassen. Dabei lohnt sich energetische Gebäudesanierung mehrfach. Kentzler: „Der Wohnkomfort der Gebäude wird erhöht, ihr Wert wird gesteigert und die Energiekosten können dauerhaft deutlich reduziert werden. Viele Investitionen rechnen sich in der Regel bereits nach 5 bis 10 Jahren." Die Handwerksbetriebe mit ihren besonders ausgebildeten Energieberatern sind kompetente Ansprechpartner in allen Fragen der Planung und Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen.

Sanierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung für die öffentliche Infrastruktur sind ebenfalls überfällig. Das Handwerk begrüßt daher den „Investitionspakt Bund-Länder-Kommunen zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur“. Über den Investitionspakt stehen in diesem Jahr 600 Millionen Euro Investitionszuschüsse für Kommunen mit schwieriger Haushaltslage zur Verfügung. ZDH-Präsident Otto Kentzler: "Der Investitionspakt kann dazu beitragen, den Sanierungsstau in den Kommunen gezielt aufzulösen. Wichtig ist es, auch kleinere Handwerksbetriebe bei den Sanierungsvorhaben zum Zuge kommen zu lassen. Dazu sind Ausschreibungen in kleinen Losgrößen erforderlich." Kentzler appelliert an Bundesminister Tiefensee, an seiner Zusage festzuhalten, sich für eine Fortsetzung des Investitionspaktes im Bundeshaushalt 2009 stark zu machen.

Erhebliches Potential zur Steigerung der Energieeffizienz, sowohl im Gebäudebestand als auch im Produktionsprozess findet sich bei kleinen und mittleren Gewerbebetrieben. Der in diesen Tagen startende Sonderfonds für Energieeffizienz in KMU mit Zuschüssen für Energieberatung und Investitionskredite für Energieeinsparmaßnahmen ist richtig. ZDH-Präsident Kentzler: „Die Förderung muss jedoch in die Breite wirken. Auch für KMU brauchen wir stark zinsverbilligte Kredite und Investitionszuschüsse. Gleichzeitig sind die Energieberater aus dem Handwerk in den KfW-Expertenpool einzubeziehen", fordert ZDH-Präsident Otto Kentzler.

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